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              Die verschiedenen Muskelfasern (Eintrag #: 90312)


Info zum Eintrag


 

 
Eintrags-Datum / Zeit: 12 Apr-10:52 

Eintrags-Nummer ID

90312 
Kanton: Solothurn-SO
 

Profil und Beschreibungen

  Subscribe to RSS Subscribe via Email | RSS die verschiedenen Muskelfasern Montag, April 11th, 2011 at 18:25     Der Muskelanteil in unserem Körper kann zwischen 25%-60% liegen, bei Anabolika-Benutzern auch höher. Die Muskeln bestehen aus verschiedenen Muskelfasertypen, welche auch unterschiedliche Aufgaben bewältigen und durch andere Anstrengungen stimuliert werden. Man unterscheidet zwischen zwei Typen: schnelle Muskelfasern (FT=fast-twitch muscle fibers) und langsame Muskelfasern (ST=slow-twitch muscle fibers) wobei beim Training immer beide aktiv sind, aber eine der beiden die dominantere Rolle spielt. ST-Muskelfasern:
Langsame zuckende Muskelfasern sind ausdauern und können eine niedrige Belastung über einen längeren Zeitraum bewältigen. Sie arbeiten aerob, d.h. mit Sauerstoff und woher auch die rote Farbe stammt. Eigenschaften:
  • niedrige Kontraktionsgeschwindigkeit
  • geringe Spannungsentwicklung
  • sehr hohe Ermüdungsresistenz
  • hohe Mitrochondienzahl
  • hohe Enzymanzahl des aeroben Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels
  • geringe anaerobe Kapazität
  • rote Farbe
FT-Muskelfasern:
Schnell zuckende Muskelfasern sind einiges stärker als die ST-Fasern und können einen hohen Kraftaufwand über einen kleinen Zeitraum bewältigen. FT-Fasern werden beispielsweise beim Gewichtstraining mit hohem Widerstand und geringer Wiederholungszahl trainiert. Sie arbeiten anaerob und somit ohne Sauerstoff weshalb sie eine weisse Farbe haben. Eigenschaften:
  • hohe Kontraktionsgeschwindigkeit
  • hohe Spannungsentwicklung
  • niedrige Ermüdungsresistenz
  • weisse Farbe
  Ein durchschnittlicher Mensch hat ein Verhältnis von 50 zu 50 der eben erwähnten Muskelfasern. Bodybuilder haben in der Regel mehr FT- als ST-Fasern und bei Langstreckenläufern ist es genau umgekehrt. Im Normalfall bestehen die Muskeln in unseren Schultern, Waden und am Bauch mehrheitlich aus ST-Fasern. Deshalb erholen sie sich auch ziemlich schnell wieder und können mehr Anstrengungen verkraften als andere Muskelpartien. Wenn auch du zu den Bodybuildern (jeder der seinen Körper gezielt formen möchte) gehörst und hier und da ein paar Schichten Muskeln aufbauen willst um im Sommer, ohne verlegen zu werden, dein Shirt ausziehen zu können empfehle ich dir die höheren Wiederholungszahlen auf keinen Fall zu vernachlässigen. Leider werden die ST-Fasern zu häufig vernachlässigt und somit wird das Muskelpotenzial nicht völlig ausgeschöpft. Versuche also entweder beim nächsten Training ein paar höhere Wiederholungszahlen (15-20) zu integrieren oder rotiere die Wiederholungen wochen- oder monatsweise z.B. 2 Wochen zwischen 6-12 und 1 Woche 15-20 Wiederholungen (reps). Um es in eine Übung zu inegrieren könntest du beispielsweise 2 Sets (Sätze) mit 6-12 Reps machen und das 3. Set mit 15-20 Reps. Hier kommt noch der Vorteil hinzu, dass so nochmals enorm viel Blut in den Muskel gepumpt wird -> der Muskel wird mit Nährstoffen versorgt. Und wer sieht seinen Körper schon nicht gerne in aufgepumptem Zustand, wenn alles ein bisschen grösser wirkt? Zudem sollten unsere Muskeln alle paar Wochen anderst stimuliert werden, ansonsten gewöhnen sie sich an die Anstrengungen und entwickeln sich nicht weiter.   wiederholungsreiche Grüsse Timo Zimmermann  

 

 
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