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Philipp Emanuel von Fellenberg, ein Berner
Patrizier, übernahm 1798 den Landsitz Hofwyl. Er
gründete einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb
und später spezielle Bildungsanstalten für alle
Stufen der damaligen Gesellschaft. Neben einer
Schule für die Armen gab es eine für den
Mittelstand (Realschule) und ein Institut für die
Söhne begüterter Eltern aus ganz Europa.
Die "pädagogische Republik" Fellenbergs genoss
internationales Ansehen. 1884 kaufte der Staat
Bern das heute noch bestehende "Grosse Haus" zur
Unterbringung des Lehrerseminars. Es war 1821 für
die Söhne höherer Stände erstellt worden.
Nach verschiedenen Umbauphasen wurde aus dem
Unterseminar mit Internat ab 1970 wieder ein
selbständiges Seminar mit 10 - 12 Klassen. Mit dem
Ende der seminaristischen Lehrerbildung entschied
sich Hofwil, ein Gymnasium mit
musisch-pädagogischen Schwerpunkten und einem
Klassenzug zur Talentförderung zu werden. Das
Internat sollte jungen Leuten weiterhin auf