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Unter dieser Headline hatte die bisherige Lavater-Loge zur Veranstaltung am 27. Februar 2006 in den Zürcher Logensitz eingeladen. Der Rahmen für die offizielle neue Namengebung zur Limmat-Loge war gleichzeitig eine gutbesuchte Gästeloge mit zahlreichen Mitgliedern anderer OF-Logen, in welcher der neue Freibrief für die Limmat-Loge Nr.38 zu Zürich dem Obermeister und den Mitgliedern der bisherigen Lavater-Loge im Auftrag der Gross-Loge des Ordens der Schweizerischen Odd Fellows vom Gross-Sekretär übergeben wurde.
Die Lavater-Loge wurde von den beiden bestehenden Zürcher-Logen (Helvetia Nr. 1 und GKL) 1993 gegründet. Der Name Lavater war aus der Überlegung gewählt, einen bekannten Zürcher der Vergangenheit zu ehren und zu verewigen.
Dabei wurde allerdings nicht beachtet, dass die Persönlichkeit von Johann Caspar Lavater (1741 – 1801) seit jeher umstritten war. Nicht wegen seiner anerkannten milden Frömmigkeit, sondern wegen seiner physiognomischen Studien. Suchte er doch aus der Beschaffenheit des menschlichen Antlitzes auf die Art des Charakters zu schliessen.
Ein vielsagendes Beispiel: „Jede Stirn ist schwachsinnig, die in der Mitte, und untenher, eine, auch nur kaum merkbare längliche Höhlung hat.
Als Vertreter einer mystischen Religiosität war er gleichzeitig ein Gegner der Aufklärung und der französischen Revolution. In diesem Sinne war er, der an der Grenze zwischen Aufklärung, Sturm und Drang stand, ein Repräsentant bürgerlicher antirationaler Willensbildung.
In der Hektik des Alltags geht oft die Übersicht verloren. Die zwei bis drei Logensitzungen pro Monat geben Raum, sich Gedanken über das Leben zu machen. Losgelöst vom Arbeitsprozess, von Politik und Religion kann über Themen nachgedacht und diskutiert werden, welche nicht Geld abwerfen, aber doch bereichern. Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, sich nüchtern auf humane Werte besinnen, dazu regt die Loge an.